CREO for the creative genius of this century: Edward de Bono
//EU Embassador of Creativity an innovation
Sitzen Sie im Vorstand von IBM, Porsche oder Siemens? Sie arbeiten bei Bosch, Saachi & Saachi sind der Papst oder heißen Bill Clinton? Prima, dann kennen Sie Altmeister De Bono. Shell, Nokia, Motorola, GM, Ford… alle denken durch ihn. Erfinder des lateralen Denkens. Erfinder von “The Six Thinking Heads”. Begründer der “Six Value Medals”, die gerne als Raster zum versinnbildlichen von Qualitätskriterien und Benefits verwendet werden. Autor von über 62 Büchern, das nächste erscheint im November mit dem Titel: “Think! Denken, bevor es zu spät ist“.
Das meint Herr de Bono zu recht, wo er nun schon seit über 30 Jahren das Denken postuliert und nun, in späten Jahren bemerkt, er muss hierzu aufrufen – denn eine Minderheit denkt, eine Mehrheit lenkt (doch zuviele Köche verderben den Brei). Obwohl Dr. Edward De Bono studierter der Medizin und Psychologie (Oxford) ist, promovierte, Gründer der World Academy of New Thinking (WANT) ist, sich als Innitiator, Schirmherr und Plädiator dutzender Vereinigungen zum effektiven Denken wie zahlreichen Denkclubs etc. engagierte, blieb er trotz seiner zahlreichen Bestseller, die in mehr als 56 Sprachen veröffentlicht wurden, immer völlig frei von Titel-Allüren. Im Gegenteil, es scheint, als würde de Bono befürchten, seine hochschulischen Qualifikationen könnten als Beschränkung kreativer Fähigkeiten konnotiert werden. Neben Allen Greenspan, Dell, Nordström, Gates und Ghoshal wurde er zu den Business People dieser Zeiten gewählt. Zuletzt 2007, als einer der “Top 50 Business Thinkers“. Er brachte uns, was all diese Wirtschaftsgurus – bezeichnet durch einen Manager Witz – schafften: Der Erfolg von Managementansätzen hängt entscheidend davon ab, wieweit es gelingt, einen möglichst schlichten Gedanken in möglischst komplizierter Weise auszudrücken. Nur hier in umgekehrter Art und Weise. Profis, bzw. Vertraute der Techniken von De Bono würden hier zu recht “PO” sagen. PO bezeichnet eine De Bono Technik, die nichts anderes versucht, als durch Provokationen und der Vorstellung des Gegenteils (Umkehrung), an Lösungen zu gelangen, an die man auf üblichen Denkwegen nicht gestoßen wäre.
Üblicherweise verdienen Manager in dieser Liga, oder besser gesagt “Business Intellectuals”, mehr als 50.000 Dollar pro Vortrag – ob kurz oder lang, sie haben etwas zu sagen, und jeder hört gebannt zu. Am 18.09.09 war dies etwas anders. Dr. Edward de Bono erhielt an jenem Spätnachmittag im Martin Gropius Gebäude in Berlin in Anschluss an einen Workshop seines Mastertrainers Dr. Andreas Nowak, den CREO, den jährlich vergebenen Preis der Gesellschaft für Kreativität. Sein Wirken in Unternehmen, der Zugang zu effektiven Denkmethoden durch Bücher, aber auch durch die Ausbildung seiner Trainer, übte bis in unsere jetzige Zeit nachhaligen Einfluss sowohl in Wirtschaft, Politik als auch in unser Bildungssystem aus. Derzeit wird seine Methode des kreativen Denkens in China studiert und erprobt, wenn diese Probe erfolgreich ausgeht – womit wir rechnen können – werden seine Methoden in das komplette chinesische Schulsystem übertragen. Aber auch hier, quasi nebenan in Malta, tragen seine Denkmethoden am Edward de Bono Institut, mit dem Studiengang “Kreativität und Innovation” erste, weitläufige, universitäre Früchte. Ach wie schön wäre es, wir könnten auch hier in Deutschland einen solchen Studiengang etablieren. Und noch besser, wir würden seine kreativitätsförderlichen Denkmethoden zu Teilen in unser Schulsystem fließen lassen. Doch was nicht ist, wird noch werden, denn Bedarf ist erkannt und mit der Zusatzausblidung “Design Thinking” am Hasso-Plattner Institut in Potsdam, ein Versuch des Erfordernisses von Schlüsselqualifikationen wie Kreativität gerechtzuwerden, eingeleitet.

Für den Einsatz, die Form der denkerischen Veränderung, die er einleitete, den Wunsch Kreativität als allgegenwärtige Ressource jedes Menschens anzuerkennen, zu nutzen, zu trainieren und zu leben, würdigte die Deutsche Gesellschaft für Kreativität ihn mit dem CREO-Preis für sein Lebenswerk.
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