Kreatives Netzwerken – Barcamp

7. Juli 2009 by Sylvia-Inez Rolke

Wissen Sie was ein Barcamp ist?

Ein Barcamp ist eine Unkonferenz, also ein Treffen, ein Kongress, das sich bewusst von traditionellen Organisationsformen abwendet, zu einem vorbestimmten Zeitpunkt stattfindet, jedoch ohne zuvor Themen festgelegt zu haben. Es zeichnet sich in seiner Struktur wie ein barrierefreies, demokratisches, aber vor allem hierarchiefreies Netzwerktreffen ab, d.h. es gibt keine Trennung zwischen Publikum und Vortragenden und jeder Teilnehmer ist sowohl Vortragender als auch Zuhörender. Die Konferenzdemokartie erlaubt Meldungen, Disskussionen etc., einfach alles, was man üblicherweise in einem Workshop an Synergien wiederfindet, mit dem Unterschied, dass weder Themen, Entwicklungen, noch Ziele vorher feststehen.

All dies entscheiden die “Camper” gemeinsam, indem Sie an den Morgenden mit demokratischen Methoden sowohl die “Sessions” als auch die Themen bestimmen. D.h. jemand hat eine Idee, geht auf die Bühne, schlägt hierzu eine Session vor und wartet auf Meldungen, welche widerum das Interesse für das Thema wiederspiegeln. Anschließend finden über den Tag verteilt die Sessions statt… Alle Vorträge und Diskussionsrunden werden auf Pinnwänden, Whiteboards etc. koordiniert und durch die Teilnehmer selbst ausgeführt. Die Versorgung (Getränke, Essen) decken die Organisatoren traditionell durch ein Sponsoring ab, welches, je nach Thema, auf eine immer größer werdende Beliebtheit stößt. Erwartet man schließlich Vordenker, Opinion-Leader und Trendsetter der einzelnen Branchen…

Hier ein paar verwackelte Handybilder des am Wochenende in Mannheim erstmals stattgefundenen Barcamps “Futuremusiccamp” der Popakademie (4./5.Juli09):

Den Bildern und dem Namen zufolge glaubte man nun, der Name enspringt der Etymologie nach dem Treffen und “parlieren” an einer Bar. Das ist leider täuschend, denn die Silbe “Bar” ist eine frei erfundene, metasyntaktische Variable wie Beispielsweise 4711 (Köllnisch Wasser) oder 08-15 (äquivalent zu etwas Gewöhnlichem).

Die Folgesilbe “Camp” lehnt wohl an die Toleranz und Möglichkeit eines tatsächlichen Campers. Zumeist weiß der Camper nicht, was ihn erwartet, wo genau er landen wird und was seinen Tagesablauf bestimmen wird. So wundert es nicht, dass im Ursprung (Palo Alto/Kalifornien) der Barcamper mit seinem Schalfsack in den Räumen des Camps schlafen durfte.

Bei diesen Camps versucht man eine Mischung aus Menschen möglichst heterogener Fachkompetenzen, jedoch homogener Interessen zusammenzubringen.

Posted in Marketing, PR*News

One Response

  1. Nachrichten

    Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen

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