Halbvoll – das Jahr der Kreativität
Die Gesellschaft der Kreativität e.V. hat sich zum zweiten Quartal dieses Jahres wieder getroffen.
Es war wie immer: mehr als interessant und geistreich! An dieser Stelle möchte ich Herrn Prof. Dr. Mehlhorn danken, dass er sich immer zu darum bemüht, mit allen Mitgliedern regelmässigen Kontakt zu halten, dieses Treffen sogar mit Snacks und Getränken auffüllte und uns alle immer auf dem aktuellesten Stand der nationalen und internationalen Entwicklungen hält!
Das Treffen fand zum ersten Mal in den neuen Räumen der Mainzer Hochschule statt. Satte 20 Mitglieder aus ganz Deutschland haben es diesmal geschafft, zu kommen…

Auf der Agenda stand neben dem Jahrbuch der Kreativität 2009, erste Auswertungen der Promotionsstudien von David Schlicksupp, weitere Gesellschaftstermine in diesem Jahr, eine Präsentation des Vorstandmitgliedes der Gesellschaft und Geschäftsführerers der Geschka und Partner GmbH, die Creo Preisvergabe an Edward de Bono am 18. September in Berlin, sowie ernsthafte Debatten um Definitionsklärungen und Begriffsabgrenzungen (Signum – Signans) in Bezug auf allgemeingültige Aussagen hinsichtlich persönlicher, methodischer, aber auch sozialer Kompetenzen sowie Fähigkeiten und die nötige Trennung oder Zusammenfassung einzelner Kategorien und Begriffe. Natürlich alles in Bezug auf Kreativität.
Spätestens als Prof. Dr. Horst Geschka im Rahmen seiner Präsentation unterschiedliche Problemlösungsstrategien wie OPM, CPS, Morphologie vorstellte und ein Modell der Synektik näher erklärte, läutete das fundierte Wissen (i. d. Fall Vergleich Synektik Modell = verbesserte Kriegsmethoden durch das Wissen der Vorteile um Spezifikationen) von Herbert Weinreich in meiner Vorstellung Parallelen des berühmten wissenschaftstheoretischen Wiener Kreises ein. Aber auch die Inhalte bei den Definitionsdebatten um mögliche Untersuchungsbegriffe in der Arbeit von Schlicksupp enthielten Kongruenzen zu den Diskussionen des logischen Empirismus dieser Zeit.
Kein Wunder, stoßen bei den Gesellschaftstreffen ausschliesslich hochengagierte, mit dem Thema verwachsene und sich der Sache verschwörte, hochkreative aufeinander. Schon bei einer der ersten Definitionen eines solchen Geisten (und derer Persönlichkeit) ist die Tendenz zum unabhängigen Denken quasi eine notwendige Schlüsselkompetenz um Verändernungen überhaupt erst einleiten zu können. Wundert es dann, dann ein solches Treffen – wenn es auch nicht wöchentlich stattfindet – in den Grundzügen solchen wissenschaftlichen Disskusionsrunden seiner Zeit ähnelt?
Zum Abschluss möchte ich Ihnen das Assoziations- und Abstraktionsvermögen unseres Kollegen Dr. Artur Hornung (Coach und Trainer für Kreativität und Glück) nicht vorenthalten. Es war faszinierend in welchem Tempo, nach welchen Schema und mit welcher Logik er die ganzen sechs Stunden in seiner üblichen Sprache – dem Mind-Map – dokumentiert und interpretiert hat.
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